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| Schloss Laubach |
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| 35321 Laubach |
| Die Entwicklung Laubachs ist maßgeblich von dem Ausbau des Schlosses abhängig gewesen. 1278 wird von den Hanauer Herren, einem der Vorbesitzer-Geschlechter Laubachs, mit dem Bau einer Burg und einer Stadtumwallung begonnen. Zehn Jahre später beschwerte sich der Landgraf von Hessen über den Burgbau - der Kaiser verhing ein Baustop. Erst 1475
wird dem Grafen Kuno zu Solms-Lich gestattet, die Burg und die Stadt mit Verteidigungsanlagen zu versehen - 1559 vollendet Friedrich Magnus das Werk, wie an dem noch vorhandenen und im oberen Bereich der Oberen Langgasse sichtbaren Schlussstein in der Stadtmauer deutlich wird.
Das Schloss, an dem zu allen Zeiten viel gebaut wurde, muß schon im Mittelalter eine gewaltige Burganlage bzw. ein Wasserschloss gewesen sein. Die ältesten Teile sind der Bergfried aus dem 13. Jahrhundert, der später als Pfortenturm diente und heute als Uhrturm markantes Symbol Laubachs ist. Der Westflügel und der Kemenatenbau (Kemenate: beheizter Wohnbereich), vom Schlossbrunnen aus gesehen rechts des Uhrturms, stammen aus dem Jahr 1475 und betonen trotz der späteren Umbauten ihre gotische Herkunft. Einige Fenster etwa zeigen eine beliebte Form der Spätgotik, den doppelten Eselsrücken.
Im Erdgeschoss dieser ältesten Räume befindet sich auch das kleine Schlossmuseum.
Im 16. Jahrhundert hatte das Schloss vier Türme: den Silberturm (zum heutigen Schlosspark hin), den Nordwestturm (Richtung Kirche), den um 1700 abgerissenen Kohlturm im Südwesten und den Pforten bzw. Uhrturm.
Die Türme waren früher wesentlich höher und wiesen in den phantastisch anmutenden Turmaufbauten den Einfluß der deutschen Frührenaissance auf.
Die jüngsten Gebäude des Schlosses sind die Kavalliers- oder Beamtenhäuser aus dem 18. Jahrhundert, die sich mit ihrem barocken Baustil deutlich sichtbar von den übrigen Schlossteilen abheben.
Interessant ist zudem die Alte Wache, ein kleines Gebäude im Schlosshof aus dem 18. Jahrhundert. Es war einst Station der Polizeitruppen des Schlosses und diente der Bewachung der Anlage.
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